Bleibt der Torjäger in Gladbach? Überraschende Kleindienst-Aussage über seine Zukunft

Bleibt Tim Kleindienst auch nach der Saison bei Borussia Mönchengladbach? Hier steht der Torjäger am 29. März 2025 dem TV-Sender Sky Rede und Antwort.
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Bleibt er, oder geht er? Die Zukunft von Torjäger Tim Kleindienst (29) beschäftigt die Fans von Borussia Mönchengladbach.
Gladbachs Torjäger vom Dienst – 15 Treffer in der laufenden Bundesliga-Saison bedeuten den geteilten dritten Platz in der Torjägerliste hinter Bayerns Harry Kane (31) und Bayer Leverkusens Patrik Schick (29) – ist Gladbachs Aufsteiger der Saison. Zu den beeindruckenden 15 Buden in der Liga gesellen sich in sechs Länderspielen noch weitere Tore.
Tim Kleindienst gilt als begehert
Klar, dass Kleindienst begehrt ist. Zuletzt häuften sich sogar Gerüchte, dass der deutsche Rekordmeister Bayern München ein Auge auf den Sturm-Schlaks geworfen habe. Nach den sensationellen Leistungen in dieser Saison darf jedoch bezweifelt werden, dass dem deutschen Nationalspieler eine Backup-Rolle hinter Kane bei den Bayern reichen würde.
Zuletzt hatte Fohlen-Legende Rainer Bonhof (73) mit der Aussage aufhorchen lassen, dass Kleindienst auch in der kommenden Saison auf alle Fälle für Gladbach stürmen werde. Der Angreifer hatte damals etwas reserviert auf die Sätze des Fohlen-Bosses reagiert.
Am Rande der Icon League wurde der Nationalspieler zu seiner Zukunft befragt. Moderatorin Jana Wosnitza (31) hatte beim Gladbach-Star hartnäckig und frech nachgefragt: „Wo werden wir dich in der kommenden Saison sehen? Beim FC Bayern München?“
Kleindienst schmunzelte, sagte nur: „Wo ich nächstes Jahr bin? Keine Ahnung. Stand jetzt bei Borussia Mönchengladbach. Ich habe einen Vertrag, den kennt jeder.“
Gladbach-Fans nahmen die Kleindienst-Aussage besorgt zur Kenntnis. Macht der Knipser etwa nach nur einer Saison im Borussia-Park schon wieder den Abflug? Jetzt hat sich Kleindienst in einem Interview erneut zu seiner Zukunft im Gladbach-Trikot geäußert – und die Aussagen sind durchaus überraschend.
Auf die Frage der „Bild“, ob er sich bereits in diesem Sommer Wechselgedanken mache und sich den Durchbruch bei einem Top-Klub zutraue, sagte Kleindienst: „Natürlich würde man sich Angebote anschauen, das ist Fakt. Aber Nagelsmann hat auch gesagt, dass man spielen muss, um bei ihm dabei zu sein. Und das muss dir bei einem ganz großen Verein erst einmal geboten werden. Wenn man da nur auf der Bank sitzt, dann ist dieser Traum von der WM ganz schnell verpufft.“
Einen möglichen Abschied vom Niederrhein will der Shootingstar nicht ausschließen. Doch zwischen den Zeilen ist auch rauszuhören, dass sich Kleindienst bei den Fohlen pudelwohl fühlt und auch zu schätzen weiß, dass er im Gladbacher Sturm gesetzt ist und das Offensivspiel auf ihn zugeschnitten ist.
Tim Kleindienst hat seinen Marktwert in Gladbach vervielfacht
Was heißt das jetzt? Bleibt Kleindienst also im Sommer in Gladbach? „Stand jetzt auf jeden Fall. Ich habe nämlich bisher gar keine Angebote. Deswegen kann ich mich auch ganz entspannt zu Hause auf die Couch setzen.“
Dass der 1,94-Meter-Mann keine konkreten Angebote auf dem Tisch liegen hat, überrascht durchaus. Suchen doch nahezu alle Klubs nach einem Stürmer mit einer Torquote, wie sie Kleindienst vorweisen kann.
Fakt ist aber auch: Der Transfermarkt ist noch relativ ruhig, wird in den kommenden Wochen erst Fahrt aufnehmen. Und dann könnten doch noch konkrete Angebote für den früheren Heidenheimer, der vor der Saison für sieben Millionen Euro Ablöse von Gladbach verpflichtet wurde, bei Borussia-Boss Roland Virkus (58) reinflattern.
Eine weitere Wahrheit ist aber, dass Kleindienst Vertrag bei Borussia noch bis zum Sommer 2028 gültig ist und der Angreifer keine Ausstiegsklausel im Vertrag besitzt. Heißt: Sollte Kleindienst wirklich wechseln wollen, würde Borussia zumindest finanziell ordentlich profitieren.
Bei „transfermarkt.de“ wird Kleindiensts Marktwert aktuell auf 17 Millionen Euro geschätzt, Gladbach würde aber wohl noch ein paar Milliönchen mehr für den Sturmtank fordern – und mutmaßlich auch bekommen.
Ein anderes Szenario: Eine Qualifikation für Europa, vielleicht sogar für die Champions League, würde Gladbach massiv in die Karten spielen. Denn dann bräuchte Kleindienst gar nicht zu wechseln, er wäre dann bereits bei einem Top-Klub.