Gladbach mit Vorteil Das Restprogramm im Kampf um Europa – Bundesliga-Konkurrenz hat es schwerer

Symbolfoto: Der Spielball im Borussia-Park beim Duell Gladbach gegen Leipzig am 29. März 2025.
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Kann es sogar noch bis in die Champions League gehen? Das Restprogramm der Fohlen dürfte den Fans Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonabschluss geben!
Am vergangenen Samstag (29. März 2025) gewann Borussia Mönchengladbach mit 2:0 im heimischen Stadion gegen RB Leipzig und zog damit an den Sachsen vorbei auf den fünften Tabellenplatz der Bundesliga. Der FC Bayern München (Platz 1; 65 Punkte) und Meister Bayer 04 Leverkusen (Platz 2; 59 Punkte) sind für den VfL wohl nicht mehr einzuholen – danach ist aber noch alles möglich.
Restprogramm in der Bundesliga: Gute Europa-Chancen für Gladbach
Sieben Spiele sind noch zu absolvieren, zwischen tristem Mittelfeldplatz und Sensation Champions League ist nichts ausgeschlossen für den Ausgang der Spielzeit 2024/25.
Mit 43 Zählern steht Borussia derzeit fünf Punkte hinter dem Dritten, Eintracht Frankfurt (48 Punkte). Darauf folgt dann der FSV Mainz 05 (45 Punkte) – durch die bittere Heimpleite (1:3) Anfang März stehen die Rheinhessen zwei Punkte vor Gladbach.
Der Blick geht aber auch nach unten: Vor der Saison galten Klubs wie der VfB Stuttgart (Platz 11; 37 Punkte) und Borussia Dortmund (Platz 10; 38 Punkte) noch als heiße Anwärter auf die oberen Tabellenplätze, derzeit rangieren sie aber in der Zweistelligkeit. Allerdings ist der Abstand zu Gladbach mit sechs Punkten so gering, dass sich in der Theorie in nur zwei Spielen alles noch einmal drehen könnte.
Dazwischen lauern auch noch Teams wie RB Leipzig (Platz 6; 42 Punkte), der SC Freiburg (Platz 7; 42 Punkte), der FC Augsburg (Platz 8; 39 Punkte) und der VfL Wolfsburg (Platz 9; 38 Punkte) – sie alle schielen auf das internationale Geschäft.
In Sachen Restprogramm könnten die Fohlen gegenüber der Konkurrenz aber einen kleinen Vorteil haben. Am kommenden Sonntag (6. April, 15.30 Uhr) steht das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli an, dann heißen die verbleibenden sechs Gegner Freiburg, Dortmund, Kiel, Hoffenheim, Bayern und Wolfsburg.
Drei direkte Konkurrenten, drei Abstiegskandidaten und der Favorit auf den Meistertitel warten also auf die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane (46). Rechnet man den durchschnittlichen Tabellenplatz der verbleibenden Gegner aus, ist eine 10,6 das Ergebnis – trotz des Krachers in München.
Verglichen mit den Tabellennachbarn (Platz drei bis zehn) kommt keiner auf einen Wert, der „so weit unten in der Tabelle“ steht. Das härteste Restprogramm hat der BVB, der im Schnitt gegen einen Achtplatzierten spielt. Die restlichen Teams erreichen Werte im Neunerbereich.
Von noch weiter unten könnte auch der VfB Stuttgart den Gladbachern noch gefährlich werden. Für die Schwaben geht es noch gegen Bochum, Bremen, Union, Heidenheim, St. Pauli, Augsburg und schließlich Leipzig. Nur die beiden letzten Gegner stehen in der oberen Tabellenhälfte, der Mittelwert ist etwa Rang zwölf.
Bemerkenswert: Noch in der vergangenen Saison hatte Gladbach große Probleme gegen Teams aus den unteren Regionen der Tabelle. Aus fünf Spielen gegen Platz 18 gewann Borussia kein einziges. Mittlerweile sieht das schon anders aus.
In allen vier Partien gegen eine Mannschaft auf den unteren drei Plätzen ging die Fohlen-Elf als Sieger vom Platz. Die gegnerische Stärke in der Liga darf also in dieser Spielzeit durchaus als Indikator für die Gladbacher Erfolgschancen herangezogen werden.
Zwei Punkte (und ein deutlich besseres Mainzer Torverhältnis) trennen Borussia derzeit von einem Königsklassen-Platz. Gleichzeitig ist es aber nur ein Punkt Vorsprung auf Platz sieben, der bereits eine Folgesaison ohne internationale Beteiligung bedeuten könnte.
Nach dem zwischenzeitlichen Abstiegskampf in der vorigen Spielzeit wäre das sicher dennoch ein Erfolg, jetzt wo der Europapokal aber wieder zum Greifen nah ist, wächst die Sehnsucht natürlich. Gladbach hat es in der eigenen Hand – die Erwartungen müssen mittlerweile nur noch getroffen werden.
Das Restprogramm der Gladbach-Konkurrenz im Überblick:
- Platz 3: Eintracht Frankfurt (48 Punkte): Bremen (A), Heidenheim (H), Augsburg (A), Leipzig (H), Mainz (A), St. Pauli (H), Freiburg (A); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 9,71)
- Platz 4: 1. FSV Mainz 05 (45 Punkte): Kiel (H), Hoffenheim (A), Wolfsburg (H), München (A), Frankfurt (H), Bochum (A), Leverkusen (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 9,14)
- Platz 5: Borussia Mönchengladbach (43 Punkte): St. Pauli (A), Freiburg (H), Dortmund (A), Kiel (A), Hoffenheim (H), München (A), Wolfsburg (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 10,57)
- Platz 6: RB Leipzig (42 Punkte): Hoffenheim (H), Wolfsburg (A), Kiel (H), Frankfurt (A), München (H), Bremen (A), Stuttgart (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 9,71)
- Platz 7: SC Freiburg (42 Punkte): Dortmund (H), Gladbach (A), Hoffenheim (H), Wolfsburg (A), Leverkusen (H), Kiel (A), Frankfurt (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 8,71)
- Platz 8: FC Augsburg (39 Punkte): München (H), Bochum (A), Frankfurt (H), Leverkusen (A), Kiel (H), Stuttgart (A), Union (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 9,29)
- Platz 9: VfL Wolfsburg (38 Punkte): Union (A), Leipzig (H), Mainz (A), Freiburg (H), Dortmund (A), Hoffenheim (H), Gladbach (A); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 8,43)
- Platz 10: Borussia Dortmund (38 Punkte): Freiburg (A), München (A), Gladbach (H), Hoffenheim (A), Wolfsburg (H), Leverkusen (A), Kiel (H); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 8,00)
- Platz 11: VfB Stuttgart (37 Punkte): Bochum (A), Bremen (H), Union (A), Heidenheim (H), St. Pauli (A), Augsburg (H), Leipzig (A); (Gegnerischer Tabellenplatz im Schnitt: 12,43)