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Von Leo Bach (lb)

„Schöner geht es fast gar nicht“ Gladbach-Durchstarter Cardoso hin und weg von Bundesliga-Erfahrung

Tiago Pereira Cardoso schreit auf dem Platz.

Ins kalte Wasser geschmissen und gleich überzeugt: Tiago Pereira Cardoso, hier am 29. März 2025, hütet das Gladbach-Tor.

Mit ihm in die Zukunft? Der Youngster selbst hat jedenfalls nichts gegen die derzeitige Situation einzuwenden.

Vier Torhüter waren in der laufenden Saison schon für Borussia Mönchengladbach im Einsatz – und sie alle genießen in der Klubführung ein hohes Ansehen. Neben Kapitän Jonas Omlin (31) und Nummer eins Moritz Nicolas (27), die beide derzeit mit Adduktorenverletzungen ausfallen, sind Routinier Tobias Sippel (37) und U19-Spieler Tiago Pereira Cardoso (18) die weiteren Fohlen-Keeper in der Bundesliga.

Pereira Cardoso im Fokus: Gladbach-Keeper völlig zufrieden

Der junge Schlussmann schwimmt wohl gerne in kaltem Wasser. Denn genau dort hinein wurde Pereira Cardoso bei seinem Bundesliga-Debüt im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim (3:0) geschmissen.

Mit nur drei Regionalliga-Spielen für die Gladbacher U23 auf dem Buckel, schaffte das U19-Talent schon den Sprung ins deutsche Oberhaus. Das lag nicht nur an der Verletzung Nicolas’ und der Sperre Omlins, sondern eben auch an der Entscheidung des Trainerteams, der Jugend den Vorrang gegenüber Routinier Sippel zu geben.

Und das zahlte sich bisher aus: in drei Bundesliga-Einsätzen kassierte Pereira Cardoso noch kein einziges Gegentor! Zwar bekam der Nationalspieler Luxemburgs (vier Spiele) noch nicht allzu viele Hochkaräter auf den Kasten, doch auch die Ausstrahlung und Kommunikation mit den Vordermännern stimmt einfach.

Im Vereinsinterview sprach der Höhenflieger nun über seine derzeitige Situation und die Erfahrung, vor einem ausverkauften Borussia-Park zu spielen. Dabei kam der Borusse nie so ganz aus dem Grinsen heraus.

„Es hat sich mega angefühlt! Ein Kindheitstraum ist für mich in Erfüllung gegangen. Es war ein überragendes Gefühl, im Borussia-Park zu spielen. Ich habe zum ersten Mal verstanden, was es bedeutet, wenn es heißt, dass ein Stadion brennt. Die kompletten letzten zehn Minuten hat man das Stadion richtig gespürt – die Fans waren einfach überragend, das war eine andere Welt“, schwärmt Pereira Cardoso von seiner Erfahrung.

In den kommenden beiden Bundesliga-Partien wird sich der 1,90 Meter große Torwart wohl noch die Handschuhe überstreifen dürfen, dann kehrt Jonas Omlin voraussichtlich zurück. Wie es über die Saison für Pereira Cardoso weitergeht, ist noch offen. Geht es nach ihm selbst, soll der Traum vom Fußball auf der großen Bühne am besten gar nicht mehr enden.

Auf die Frage, wie er sich für das anstehende Gastspiel beim FC St. Pauli (6. April 2025, 15.30 Uhr) motiviere, lacht der Lockenschopf nur: „Motivieren braucht mich keiner. Denn schöner geht es ja fast gar nicht.“