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Von Leo Bach (lb)

„Hat den Übergang geschafft“ Gladbach-Coach stellt Talent Spielzeit in Aussicht – Zeichen für Abschied?

Fabio Chiarodia steht zur Einwechslung neben Coach Seoane.

Letzte Anweisungen vor der Einwechslung: Gerardo Seoane (m., in schwarz) weist Fabio Chiarodia (m.) in Stuttgart am 1. Februar 2025 ein.

Umbruch in der Defensive – bietet sich jetzt die Chance für das Jungfohlen?

Bei Borussia Mönchengladbach deutet sich für den Sommer Bewegung in der Abwehrzentrale an. Nicht nur durch den Zugang von Kopenhagen-Profi Kevin Diks (28) wird die Hackordnung umgeworfen, auch Abgänge werden immer wahrscheinlicher. Zuletzt hinterlegte Marvin Friedrich (29) einen Wechselwunsch bei den Klub-Bossen. Auch das Stamm-Duo droht wegzubrechen.

Setzt Seoane mehr auf Youngster? Abwehr-Zukunft noch ungewiss

Sowohl Ko Itakura (28) als auch Nico Elvedi (28) zählen zu den heißesten Kandidaten für einen Millionen-Verkauf im Anschluss an die Saison. Denkbar ist sogar ein Doppel-Abschied.

Wie die „Bild“ berichtet, sei an einen Itakura-Verbleib nicht mehr zu denken. Borussia sondiere bereits den Markt nach möglichen Alternativen.

Gehen Itakura, Elvedi und Friedrich, bleibt Trainer Gerardo Seoane (46) aus dem aktuellen Kader nur noch ein einziger Innenverteidiger: Fabio Chiarodia (19). 

Bei der „Bild“ sprach der Coach über die Qualitäten des jungen Italieners und machte durchaus Hoffnung auf mehr Spielzeit: „Er kann in Zukunft hier im Klub eine gute Rolle spielen. Er hat sich nicht nur fußballerisch, sondern auch von der Persönlichkeit, vom Physischen gesteigert. Und den Übergang vom Nachwuchs zum Herrenfußball geschafft.“

So ganz geschafft hat er den Durchbruch aber eben noch nicht. Seit seiner Ankunft am Niederrhein im Sommer 2023 kommt der 19-Jährige auf 22 Pflichtspieleinsätze für die Fohlen, zwölf davon in der laufenden Saison (einmal Startelf in der 1. Runde des DFB-Pokals).

Beim jüngsten Heimerfolg gegen RB Leipzig (1:0) gab es einen Lichtblick: 26 Minuten durfte Chiarodia in der wichtigen Schlussphase mitwirken und den Laden hinten dichtmachen. Sein längster Bundesliga-Einsatz in dieser Spielzeit.

Ist die Achse Chiarodia-Diks die Innenverteidigung der Zukunft? Seoane weiß jedenfalls, was er am Ex-Bremer hat: „Eine der großen Stärken von Fabio als Innenverteidiger ist seine Geschwindigkeit. Er hat generell eine positive Entwicklung gemacht, hat auch einige Spiele in den Beinen.“ Dabei spielt der Schweizer auf die Erfahrung in der Gladbacher U23 und bei den italienischen U-Nationalmannschaften an.

Das plötzliche Lob und die Spielzeit gegen Leipzig könnten ein Zeichen dafür sein, dass der Linksfuß demnächst wichtiger werden könnte – und das wiederum wäre ein Zeichen für drohende Defensivabgänge.

Verlassen Gladbach zwischen den Saisons aber Innenverteidiger, werden neue ran geholt werden müssen. Chiarodia hat dann neue Konkurrenz vor sich. Klappt der Durchbruch auch dann nicht, wird eine Luftveränderung wohl die naheliegendste Konsequenz sein.