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Von Leo Bach (lb)

„Habe nicht dran geglaubt“ Gladbach-Profi spricht über DFB-Traum – Konkurrenz überschaubar

Die Gladbach-Profis stehen vor den Fans.

Große Freude bei den Fohlen: Die Gladbach-Profis um Marvin Friedrich, Robin Hack, Tobias Sippel und Kevin Stöger (v.l.n.r.) feiern einen Heimsieg am 3. November 2024.

Es sind weniger als 15 Monate bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko – allzu viel Zeit, um sich für das Sommerturnier zu empfehlen, bleibt also nicht mehr.

Eigenwerbung hat bereits Tim Kleindienst (29) betrieben, der Stürmer von Borussia Mönchengladbach traf in beiden Partien im Viertelfinale der Nations League gegen Italien. Noch ist er das einzige Fohlen beim DFB, ein Teamkollege träumt aber bereits von der Nominierung und erzählt davon, wie es um die Hoffnungen bestellt war, bereits jetzt einen Anruf vom Bundestrainer zu erhalten.

WM 2026 rückt näher – wie viele Fohlen sind beim DFB dabei?

Bekannt ist bereits die Geschichte um die verpassten Anrufe von Kleindienst, als Julian Nagelsmann (37) dem 29-Jährigen die freudige DFB-Nachricht überbringen wollte. Kleindienst war im Baumarkt, nach zwei gescheiterten Versuchen kam es dann auf dem Parkplatz zum Telefonat.

Die Hoffnung, dass der Bundestrainer bis zur Weltmeisterschaft noch einen weiteren Gladbacher anrufen könnte, ist durchaus berechtigt. Nagelsmann setzt weniger auf große Namen, mehr auf formstarke Spieler – und Borussia steht in der Rückrundentabelle auf Platz fünf!

Kurz vor seiner Verletzung war Torhüter Moritz Nicolas (27, Adduktoren-OP) ein Kandidat für die Nationalmannschaft, die weiteren Deutschen im Kader, die sich wohl zumindest leise Hoffnungen machen dürften, sind neben Kleindienst noch Robin Hack (26) und die beiden U21-Nationalspieler Lukas Ullrich (21) und Rocco Reitz (22). 

Letzterer trainierte im Vorfeld der EM 2024 bereits mit der A-Nationalmannschaft, Nagelsmann zeigte sich angetan vom Mittelfeldspieler. Doch auch Flügelspieler Hack steht voll im Saft: Zehn Scorer (vier Tore, sechs Vorlagen) steuerte der gebürtige Pforzheimer in dieser Bundesliga-Saison bei, sechs davon allein in der noch laufenden Rückrunde.

Im Gespräch mit der „Bild“ verrät Hack, dass er dennoch noch nicht mit einer DFB-Berufung gerechnet hatte: „So richtig dran gedacht oder geglaubt habe ich nicht. Ich gebe meine Leistung, ich gebe Gas, ich versuche mich Woche für Woche zu zeigen. Und wenn das irgendwann mal der Fall sein sollte, dann freue ich mich natürlich extrem.“

Und dann ergänzt der 26-Jährige: „Ich habe schon öfter gesagt, dass die Nationalmannschaft ein Traum ist.“ Kann Hack an seiner starken Form festhalten – auch in der Vorsaison drehte das Fohlen nach dem Jahreswechsel auf – empfiehlt er sich weiter für die Nationalmannschaft. Die Konkurrenz ist derzeit sogar überschaubar.

Ein echter Linksaußen steht nicht im Nagelsmann-Aufgebot: Zum Rückspiel gegen Italien rückte Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt (28) vom VfB Stuttgart vor. Leroy Sané (29), Karim Adeyemi (23) und Jamie Leweling (24) sind zwar alle links- oder beidfüßig, bei ihren Klubs aber eher auf der rechten Seite beheimatet.

Wie nah Hack tatsächlich an einer Nominierung vorbeigeschrammt ist, weiß wohl nur Bundestrainer Nagelsmann selbst. Eine Teilnahme an der WM 2026 ist der Traum, bis dahin sollte der Gladbacher mit seinen Leistungen also nicht nachlassen.

Für das anstehende Duell gegen RB Leipzig (29. März, 15.30 Uhr) fällt Stürmer Kleindienst mit einer Gelb-Rot-Sperre aus. Mitspieler Hack sieht darin kein Problem: „Man kann jeden Spieler ersetzen. Das ist wichtig in einem Kader – egal, wie gut ein Spieler ist und wie viele Tore er gemacht hat. Wir haben einen breiten Kader, wir haben Leute, die hinten dran stehen und Bock haben, zu spielen. Klar tut der Ausfall von Tim weh. Aber wir haben Spieler, die das auffangen können.“